Montag, 11. November 2013

PR braucht ein solides Fundament

Öffentliche Wirkung kann Public Relations nur über gute und zielgruppenrelevante Inhalte entfalten  und dafür müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein.


Die Möglichkeiten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden mindestens ebenso oft unterschätzt wie überschätzt. Letzteres vor allem dann, wenn sich kleinere oder mittelständische Unternehmen spontan überlegen, "mal eben ein bisschen PR zu machen". (Oder Content Marketing, wenn man den Fokus etwas größer aufzieht. Hier gilt aber grundsätzlich das Gleiche.) Dafür müssen zunächst einmal einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein – sonst läuft nicht nur die Pressearbeit ins Leere. Und was sich nicht auszahlt, das kann man sich im doppelten Wortsinne gleich ganz sparen.

Etwa wenn ein Unternehmen über kein Corporate Image bzw. öffentlich wahrgenommenes und unverwechselbares "Gesicht" verfügt. Denn nur wenn sich Zielgruppen einen Anbieter mitsamt seines Alleinstellungsmerkmals etc. "merken", greifen sie später auch gezielt auf dessen Dienstleistungen zurück oder kaufen seine Produkte. Ferner sollte ein Leitbild als Basis für die Corporate Identity existieren. Selbiges gilt entsprechend auch für Marken und somit für Markenidentität und Markenimage


Ohne Gesamtkonzept geht nichts


Nur so ist ein einheitliches, widerspruchsfreies und überzeugendes kommunikatives Handeln nach innen und außen möglich. Oder einfacher ausgedrückt: Kein Gesamtkonzept, keine erfolgreiche PR. Klar ist: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit braucht ein solides Fundament sowie relevante Themen und hochwertige Inhalte. All dies gilt es im Vorfeld zu erarbeiten.
Zudem sind Konstanz und Ausdauer gefragt, um nach und nach den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern. Isolierte Presseaktionen zum Beispiel verpuffen dagegen oft völlig wirkungslos – sofern man den Redaktionen kein absolutes Spitzenthema anbieten kann. Aber selbst Global Player können nicht ständig mit bahnbrechenden Marktneuheiten, internationalen Umweltpreisen oder neuen Umsatzrekorden dienen. Zu beachten ist: Journalisten sind von Berufs wegen misstrauisch und keine willfährigen Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft. Insbesondere wenn sie den Absender einer Presseinformation nicht kennen. Kontinuität und Seriosität hingegen öffnen Türen.


Relevanz als Schlüssel zum Erfolg


Der ständige Dialog mit der Öffentlichkeit bzw. Teilöffentlichkeiten wie der Presse ist also eine weitere Grundvoraussetzung für eine nachhaltige PR. Hier gilt es Vertrauen aufzubauen. Gerade in lokalen Medien bekommt man so dann auch die vermeintlich "kleinen" Themen unter – die aber ebenso zum stimmigen Gesamtbild eines Unternehmens gehören wie die großen Erfolgsmeldungen. Dies ist schon mal ein guter Anfang, da nahezu jeder Pressebericht neue Links im Internet generiert. Und je stärker ein Unternehmen dort mit relevanten Themen vertreten ist, desto größer ist insgesamt die Bereitschaft anderer Medien, ebenfalls darüber zu berichten. Häuser baut man ja schließlich auch von unten nach oben.

Abschließender Tipp: Wie zuvor bereits kurz angedeutet, sollten Unternehmen heute verstärkt darüber nachdenken, die PR in das übergeordnete strategische Content Marketing zu integrieren. Dieses ist crossmedial ausgerichtet und hat dabei vor allem die stark frequentierten sozialen Medien im Visier.


Der Autor: Andreas Quinkert ist PR-Freelancer mit den Schwerpunkten Public Relations, Content Marketing, Corporate Blog und Redaktion. Seit 2004 berät und unterstützt er kleine und mittelständische Unternehmen sowie Agenturen in NRW. Sein PR-Blog wurde Ende 2013 ins Leben gerufen und hat sich seither zu einem wichtigen Seitenprojekt entwickelt.

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